Verbraucherschutz und Informationen

Das Elektromobil ist für alle Senioren sinnvoll, die weite Strecken nicht mehr alleine zu Fuß zurücklegen können. Mit dem Seniorenmobil ist das problemlos möglich und es können sogar kleine Einkäufe mit ihm transportiert werden. Damit wird den Senioren ein großes Stück ihrer Lebensqualität zurückgegeben. Worauf aber ist beim Kauf zu achten und welche Risiken kann es bei der Fahrt mit einem Elektromobil geben?


Verbraucherschutz Elektromobile

Elektromobile und Zuschuss von der Krankenkasse

Die gute Nachricht für alle, die den Kauf eines Elektromobils planen: Wenn die Krankenkasse Ihnen einen Zuschuss gewährt, erhalten Sie ein kostenfreies Leihgerät aus dem Sanitätshaus und müssen lediglich einen Eigenanteil von zehn Euro bezahlen. Wenn Ihr Arzt bei Ihnen eine medizinische Notwendigkeit für ein Seniorenmobil feststellt, ist ein Zuschuss von der Krankenkasse meist kein Problem und wird gewährt. Bedenken Sie aber, dass die Krankenkasse Ihnen nur Elektromobile bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von 6 km/h bezuschusst. Wünschen Sie ein anderes Modell, müssen Sie die Mehrkosten selber tragen.


Der Akku: Das Herzstück eines Elektromobils

Sowohl die Geschwindigkeit als auch die Reichweite des Elektromobils hängen davon ab, was für ein Akku verbaut ist. Damit er lange hält, muss er gepflegt und gewartet werden. Wichtig ist vor allem das richtige Aufladen. Entladene Batterien sollten möglichst zügig aufgeladen werden. Ist die Akkuladung sehr gering, nutzen Sie Ihr Seniorenmobil lieber nicht, sondern laden es zunächst einmal auf. Entladungen über 60 Prozent sollten Sie vermeiden.


Zulassung, Betriebserlaubnis oder Führerschein: Was ist notwendig?

Für alle Elektromobile bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von 15 km/h benötigen Sie weder eine Zulassung noch einen Führerschein. Jedoch müssen Sie eine Haftpflichtversicherung für alle Scooter abschließen, die schneller als 6 km/h sind. So sind Sie bei einem eventuellen Schaden mit dem Mobil abgesichert. Sie erhalten dann ein Versicherungskennzeichen, das ähnlich wie ein Mofakennzeichen an der Rückseite des Mobils angebracht wird. Warum aber wird kein Führerschein benötigt? Die Elektromobile zählen zu den Krankenfahrstühlen, wenn sie nicht schneller als 15 km/h fahren, nicht breiter als 110 Zentimeter sind und ihr Eigengewicht 300 Kilogramm nicht überschreitet. In diesem Fall dürfen alle Personen ab einem Alter von 15 Jahren ein Elektromobil fahren. Voraussetzung ist natürlich, dass der Fahrer sowohl körperlich als auch geistig dazu in der Lage ist. Sie dürfen auf allen Rad-, Feld- und Gehwegen, nicht aber auf Straßen fahren. Gut zu wissen: Busse und Bahnen dürfen Sie mit Ihrem Elektromobil nicht ohne Weiteres benutzen. Laut einer aktuellen Rechtssprechung besteht die Gefahr, dass andere Personen verletzt werden, wenn der Scooter umkippt. Einen Rechtsanspruch auf die Mitnahme in Bus oder Bahn haben Sie mit dem E-Mobil also nicht.


Risiken beim Fahren mit dem Elektromobil

Ein Seniorenmobil bedeutet für ältere Menschen ein Stück Unabhängigkeit, denn sie können ohne fremde Hilfe das Haus verlassen und kleine Einkäufe oder Spazierfahrten selbst erledigen. Dennoch birgt das Fahren mit einem Elektromobil auch gewisse Unfallgefahren, die man vermeiden sollte. Mit einem E-Scooter darf man grundsätzlich in allen Bereichen fahren, die auch für Fußgänger freigegeben sind. Dazu zählen also Gehwege und Fußgängerzonen. Ähnlich wie für Autofahrer gilt auch für die Fahrer von Elektromobilen: Fahren Sie vorausschauend und halten Sie sich an die vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung. Eine zu hohe Geschwindigkeit birgt die Gefahr, dass man aprubt bremsen muss und sich dabei verletzen kann. Auf Fußwegen und in der Fußgängerzone sollten Sie daher nur in Schrittgeschwindigkeit fahren. Eine Helm- und Gurtpflicht gibt es auf dem Elektromobil nicht. Ihrer eigenen Sicherheit zuliebe sollten Sie auf beides dennoch nicht verzichten. Entscheiden Sie sich für einen Sturzhelm, der Ihre Sicht nicht einschränkt und Sie dennoch bei einem Sturz best bestmöglich schützt.


Tipps für den Elektromobilkauf

Vor dem Kauf eines Elektromobils sollten Sie sich überlegen, wofür Sie das Gefährt nutzen möchten. Sind nur kurze Wege geplant, genügt ein Modell mit einer geringen Reichweite. Für solche Fahrten ist ein Scooter mit einer maximalen Geschwindigkeit von 6 km/h ausreichend. Für Vielnutzer hingegen ist das Elektromobil mit einer Reichweite von bis zu 60 Kilometern empfehlenswert. Ebenso stellt sich die Frage, ob ein Drei- oder Viersitzer lohnenswerter ist. Das Elektromobil mit drei Rädern ist wendiger; den besseren Fahrkomfort aber bieten Ihnen die Viersitzer. Möchten Sie Ihr Elektromobil auch auf Reisen mitnehmen, empfehlen wir ein klappbares und damit gut verstaubares Modell. Die Art der Bereifung und die verbauten Bremsen sind ebenso wichtige Kaufkriterien wie das zulässige Gesamtgewicht. Zu guter Letzt sehen Sie sich die Ausstattung und die Vielfalt an Zubehör an. In der Praxis bewährt haben sich ein Einkaufskorb ebenso wie eine Garage für das E-Mobil. Auch Sicherheit sollte bei einem Elektromobil an erster Stelle stehen. Zusätzliche Spiegel sind daher ebenso ein Muss wie eine funktionsfähige Beleuchtung. Sinn macht zudem ein mobiler Notruf, durch den Angehörige jederzeit informiert werden können.


FAQs

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für ein Elektromobil?

Da es sich bei einem Seniorenmobil um ein anerkanntes Pflegehilfsmittel handelt, werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Allerdings bekommen Sie dann in der Regel ein gebrauchtes Leihgerät aus Ihrem Sanitätshaus.


Welche Risiken gilt es zu vermeiden?

Damit es beim Fahren mit dem Elektromobil nicht zu Unfällen kommt, fahren Sie in Fußgängerzonen am besten nur Schrittgeschwindigkeit.


Was gibt es beim Kauf zu beachten?

Überlegen Sie sich vor dem Kauf, welches Elektromobil am besten zu Ihren Anforderungen passt. Möchten Sie nur kurze Wege zurücklegen, genügt ein Mobil mit einer geringen Reichweite und einer Maximalgeschwindigkeit von 6 km/h. Sinnvoll können diverse zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie ein Einkaufskorn, ein Stockhalter oder eine Regenhaube sein.


Benötige ich einen Führerschein für ein Elektromobil?

Für Elektromobile ist grundsätzlich kein Führerschein notwendig. Alle Mobile, die schneller als 6 km/h fahren, müssen allerdings versichert sein. Sie müssen also eine Haftpflichtversicherung abschließen, die zwischen 50 und 70 Euro im Jahr kostet.